Exhibitions


THREE BRITISCHER COWBOYS
The Art Of Rico Bell, Kevin Coyne & Jon Langford
1510 S. Congress Austin TX, USA

October 30th 2004 - reception with live music 7pm


TEDDY COYNE KOSMOS
Von Bären und Menschen

19.11.2002 - 23.03.2003
Toy Museum Nuremberg, Germany

 

 


 

Nürnberger Nachrichten, 7. März 2002:

MAGISCHE WELTEN

Aktuelle Ausstellungen in Erlangen und im Nürnberger Zumikon

Der Nürnberger Rockpoet Kevin Coyne gehört zu den seltenen Multi-Talenten, in deren Arbeit sich die diversen Künste gleichwertig ergänzen. Themen aus seinem musikalisch-literarischen Schaffen finden sich daher auch in den farbigen Zeichnungen, die die Erlanger Galerie Hartmut Beck zeigt (Theaterstr. 1; bis 6. April 2002, Di. - Fr. 14 - 19, Sa. 11 - 16 Uhr).


 

"Ich sehe nicht schwarz, ich glaube an die Poesie wie ein kleiner Junge", heißt es in einem Coyne-Text. Dieser Weitsicht verleiht er bildnerischen Ausdruck in einem Zeichenstil, bei dem sich das elegant Anmutige mit dem kindlich Unbeholfenen vermischt. Bewusst vermeidet er das allzu Glatte, seine Bilder sollen nicht "endgültig fertig" erscheinen. Die Menschen mit ihren traurigen Dackelgesichtern, die zoologisch nicht eindeutig festlegbaren Flug- und Krabbelwesen bieten kein Abbild der Realität, sondern verweisen auf Umbruch und Erneuerung in einer Zeit der Orientierungslosigkeit. Kevin Coyne hält die Welt immer noch für heilbar. ...


Erlanger Nachrichten, 6. März 2002:

VERLUST DER KINDHEIT
"Fabelhafte Zeichnungen" von Kevin Coyne in der Galerie Beck

"Wunder" (miracle) hat Kevin Coyne mehrere seiner Zeichnungen betitelt. Er meint damit aber eher die unheiligen Wunder, die sich aus den merkwürdigen Verwandlungen der Alltagswelt ergeben. Die Wunderbilder sind auch Rätselbilder, in denen Menschen, Tiere und Puppen dasselbe Recht beanspruchen dürfen. Jedenfalls sind sie oft schwer zu unterscheiden. Ihre Metamorphosen sind manchmal unheimlich, aber vor allem sind sie komisch.

Der englische Rockmusiker und Bluessänger, der in Nürnberg lebt, wenn er nicht gerade auf Tournee ist, verweigert sich nicht nur als Musiker sondern auch als Zeichner und Maler allen gängigen Klischees: ein Fabulierer und Humorist, dessen Bildergeschichten stets von der ungemütlich schwarzhumorigen Sorte sind. "Fabelhafte Zeichnungen" nennt Hartmut Beck die vierte Ausstellung Kevin Coynes in seiner Erlanger Galerie. 1988 hatte er seine Bilder erstmals in Deutschland präsentiert.

Die Erinnerung an die alte Tierfabel ist kein schlechter Ausgangspunkt zum Verständnis der Bilder. Allerdings vermeidet Kevin Coyne jegliche lehrhafte Gegenüberstellung von tierischem und menschlichem Verhalten. Ihn interessiert der spielerische Übergang von Hühnerkopf und Menschenkopf' die Schlange als Halsband, der Krokodilrachen im Gesicht. Die Moral von der Geschichte, die alles erklärt, gibt es nicht mehr.

Im Spiel setzt sich immer die Kinderwelt, die gemessen an der Welt der Erwachsenen eine verkehrte Welt wäre, als die rechtmäßige durch. "Young Elvis with puppet", der kleine Elvis mit seiner Puppe, ist dem Geheimnis des King auf der Spur. Der Teddy, der auf einem anderen Blatt mit einem greisenhaften Kind spielt, widerspricht aber allen einfachen Erklärungen.

Gebrochene Naivität

Vermutlich kann man Kevin Coynes harte Linien, seine Buntstift-Ausmalungen mit der Tradition der Art Brut in Verbindung bringen. Aber solche Klassifizierungen sagen, wie gewöhnlich, nichts aus. Sein Ausgangspunkt ist die Kinderzeichnung, deren Naivität gebrochen ist durch die Sprache des Comic, vor allem aber durch den Rückgriff auf die Karikaturisten des 19. Jahrhunderts, die, wie George Cruikshank und Gustave Doré, die seit Bosch lebendigen Groteskfiguren aktualisiert haben. "Wie dumm wir geworden sind" (How silly we've become) nennt Kevin Coyne ein Bild. Es beruft sich auf den Verlust der Kindheit als den Verlust an Unschuld.

KURT JAUSLIN
Erlanger Nachrichten
6. März 2002


Exhibitions Kevin Coyne

1978 - Midland Group Gallery, Nottingham
1988 - Galerie Hartmut Beck, Erlangen
1988 - Galerie Karin Sachs, München
1989 - Galerie Hartmut Beck, Erlangen
1990 - Galerie Hartmut Beck, Erlangen
1991 - Kulturverein Stadt Schwabach
1991 - De Media, Eeklo (Belgium)
1991 - Kulturring C, Fürth
1992 - Galerie Hartmut Beck, Erlangen
1992 - Galerie Klaus Lea, München
1992 - Galerie Wöller-Paquet, Frankfurt
1992 - Galerie Matuscheck, Wiesbaden
1993 - Bildraum , Zürich (Switzerland)
1994 - Galerie Tammen & Busch, Berlin
1994 - Galerie Klaus Lea, München
1994 - Bild der Zeit, Dresden
1995 - Galerie Herrmann, Neumarkt
1995 - Galerie Maison, Jean-Cousin, Sens/Paris (France)
1996 - Kulturzentrum Posthof, Linz (Austria)
1997 - Boston Photographic Resource Center, Boston University (Group exhibition) USA
1998 - Ambient Art Gallery, Amsterdam (Holland)
1998 - Galerie am Werk, Leverkusen
1998 - Artefakt Galerie, Mülheim-Ruhr
1999 - Buchhandlung Prinz, Mannheim
1999 - Ambient Art Gallery, Amsterdam (Holland)
1999 - Romanfabrik, Frankfurt
2000 - Galerie Neue Kunst, Konstanz
2001 - Galerie Reinfeld, Bremen
2002 - Galerie Max Beck, Erlangen